Bäckerei Wuppertal
Wuppertal ist eine Stadt der Hänge, Täler und Viertel – und jeder Stadtteil hat seine eigene Bäckereitradition. Im Stadtteil Elberfeld backt Vollkornmühle & Bäckerei Myska seit 1956 nach einem Grundsatz, der zeitlos ist: Das Getreide kommt von Bauer Bredtmann in Velbert-Neviges, keine zehn Kilometer entfernt, und wird in der eigenen Mühle erst kurz vor dem Backen gemahlen. Seit 2007 ausschließlich aus biologischem Anbau, dreifach vom Feinschmecker ausgezeichnet und 2008 mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis als Unternehmen des Jahres prämiert – Myska ist eine Bochumer Institution ohne Wuppertaler Parallele.
In Cronenberg und den umliegenden Bergstadtteilen steht Policks Backstube für bergische Backtradition mit Charakter: Bäckermeister Dirk Polick übernahm 2013 das traditionsreiche Cronenberger Backhaus und machte daraus eine der bekanntesten Adressen im Bergischen Land – als Obermeister der Bäcker-Innung Solingen-Wuppertal trägt er Verantwortung weit über den eigenen Betrieb hinaus. Und dann ist da Bäckerei Evertzberg, seit 1945 gegründet, heute mit über 40 Filialen im Bergischen Städtedreieck: Teige, die drei Tage durch die Backstube laufen, französische Butter statt Margarine, Eier frisch aufgeschlagen – TV-Food-Experte Sebastian Lege nannte das Ergebnis einen Betrieb, wie er ihn von 200 Lebensmittelproduktionen her noch nicht gesehen hatte.
Von der preisgekrönten Bio-Vollkornbäckerei bis zum bergischen Traditionshandwerker: Hier sind die 20 besten Adressen für Brot, Brötchen und Gebäck in Wuppertal.
Vollkornmühle & Bäckerei Myska
1956 gegründet, 1981 von Detlef Myska von seinen Eltern übernommen und systematisch zu einer Vollkornbäckerei umgebaut: Myska ist die konsequenteste Handwerksbäckerei Wuppertals. Das Getreide für die Backwaren stammt von Bauer Bredtmann in Velbert-Neviges – keine zehn Kilometer entfernt – und wird in der eigenen Mühle immer nur nach Bedarf, ganz frisch, gemahlen. Seit 2007 wird ausschließlich Korn und Mehl aus biologischem Anbau verarbeitet.
Die Philosophie ist klar und konsequent: keine backtechnischen Hilfsmittel, kein Sauerteig aus der Tüte, kein gentechnisch verändertes Getreide. Jeden Tag aufs Neue züchtet Myska den hauseigenen Naturland-Bio-Vollkornsauerteig aus frisch gemahlenem Mehl. Die Teige bekommen die Zeit, die sie zum Reifen brauchen. Ergebnis: Brotsorten, die in Wuppertal Kultstatus haben – darunter das Lütterkuser, ein Vollkorn-Roggenbrot in den Varianten Natur, Sonnenblume und Haselnuss, und das Su-Sa (Super-Saftig), ein reines Vollkorn-Roggenbrot mit mild-saftiger Krume.
Der Feinschmecker testete, prüfte und zeichnete Myska dreifach aus. 2008 folgte der Wuppertaler Wirtschaftspreis als Unternehmen des Jahres. Myska beliefert auch Schulkantinen und die Wuppertaler Tafel – kostenlos. Mehrere Filialen im Raum Elberfeld, Backstube an der Aue mit gläserner Einsicht.
Auf einen Blick
- Backstube & Laden: An der Aue / Westfalenweg 11, 42111 Wuppertal-Elberfeld (+ weitere Filialen im Raum Elberfeld)
- Spezialitäten: Lütterkuser (Vollkorn-Roggen mit Haselnuss/Sonnenblume), Su-Sa-Brot, Brioche, Pflaumenkuchen – alles bio, Naturland-zertifiziert
- Öffnungszeiten: Mo–Fr ab 7:00 Uhr, Sa ab 7:00 Uhr, So (Westfalenweg) ab 31.08.2025 wieder geöffnet – aktuelle Zeiten im Laden erfragen
- Auszeichnungen: Feinschmecker 3× ausgezeichnet, Wuppertaler Wirtschaftspreis 2008, Naturland-zertifiziert, ökozertifiziert seit 1998
Bäckerei Evertzberg
1945 gründete Johann Evertzberg in Remscheid-Lennep eine kleine Bäckerei. Was als Ein-Mann-Backstube begann, ist heute eines der führenden Familienunternehmen im Bergischen Städtedreieck – mit über 40 Filialen in Remscheid, Wuppertal, Solingen und Spezialgeschäften in Köln und Düsseldorf. Geschäftsführer Oliver Platt bezeichnet Evertzberg selbst als „wohl größte Handwerksbäckerei Deutschlands".
Das Besondere: Evertzberg verwendet konsequent keine Fertigmischungen, keine Teiglinge, keine Emulgatoren, keine Ascorbinsäure. Der Teig läuft bis zu drei Tage durch die Backstube. Croissants werden nach Rezeptur eines 75-jährigen Bäckers aus einem französischen 1.200-Seelen-Dorf hergestellt – mit importierter französischer Butter und französischem Mehl, ausgezeichnet mit dem Gütesiegel „Tradition Française". Eier werden frisch aus Bodenhaltung aufgeschlagen. Das DLG-Siegel in Gold trägt das Mandelgebäck. TV-Food-Experte Sebastian Lege, der von 200 Lebensmittelproduktionen berichtete, sagte: Er habe so etwas noch nicht gesehen.
Policks Backstube
Die Geschichte beginnt in den Goldenen Zwanzigern: Bäckermeister Otto-August von den Steinen macht sich 1920 in Wuppertal-Cronenberg mit dem „Cronenberger Backhaus" selbstständig. 2013 übernahm Bäckermeister Dirk Polick das Unternehmen und baute es zu Policks Backstube um – heute Wuppertaler Wirtschaftspreisträger 2022 als Unternehmen des Jahres, Feinschmecker-empfohlen und als Obermeister der Bäcker-Innung Solingen-Wuppertal Vorreiter der gesamten Branche in der Region.
Policks Bäcker stehen Nacht für Nacht an den Knetischen und formen die Brote von Hand. Eier kommen vom Geflügelhof Kottsieper in Remscheid – regional, 100% nachvollziehbar. Das Sortiment ist bergisch-charaktervoll: der Dinkel-Hinkel (mediterran, Bärlauch-Frischkäse oder Tomate-Kräuter), das Dinkel-Flocken-Brot aus 100% Dinkelmehl mit Haferflocken, die knusprig-fluffigen Weizenbrötchen, die nussig-aromatische Sylter Kliffkante. Elf Filialen in Wuppertal, Velbert, Haan und Mettmann.
Bäckerei Steinbrink
1929 als Ein-Mann-Betrieb gestartet, blickt Bäckerei Steinbrink heute auf über 90 Jahre Wuppertaler Bäckereitradition zurück. Die Zentrale und Backstube befinden sich in Ronsdorf – dem Herz des Unternehmens. Mit über 40 Filialen in und um Wuppertal ist Steinbrink flächendeckend präsent: regionale Zutaten, handwerkliche Verarbeitung, innovative Produkte. Die Filialen in Ronsdorf und Vohwinkel feierten zuletzt runde Jubiläen, ein Wuppertaler Wahrzeichen gibt es sogar als Kuchenform zu kaufen.
Backstube Fischer
Seit 1951 versorgt die Familie Fischer die Ronsdorfer mit handwerklich hergestellten Backwaren – 1951 gründete Bäckermeister Hans-Walter Fischer die Backstube, heute führt die vierte Generation das kleine Familienunternehmen weiter. Backstube Fischer ist eine der wenigen Bäckereien in Wuppertal, die sowohl klassisches Handwerk als auch Bio-Vollkorngetreide (DE-ÖKO-007) verarbeitet. Die persönliche Kundenbindung steht an erster Stelle: Man kennt sich, man schätzt sich, man backt für einander.
Der Backstubenverkauf direkt an der Produktionsstätte gibt dem Laden seinen besonderen Charakter – wer durch die Hauseinfahrt geht, kauft buchstäblich an der Quelle. Filiale in der Nibelungenstraße 14 in Ronsdorf, montags bis samstags frisch geöffnet.
Bäckerei Horsthemke & Dahlmann (Wuppertal)
Das seit 1895 bestehende Familienunternehmen in vierter Generation ist auch in Wuppertal präsent. Horsthemke & Dahlmann backt ohne chemische Zusatzstoffe oder künstliche Farbstoffe – mit rund 100 Filialen von Mönchengladbach bis Dortmund ist die Bäckerei eines der führenden Handwerksunternehmen in NRW. Vegane, laktosefreie und vegetarische Optionen gehören zum Sortiment, Frühstück, Snacks und Kaffee runden das Angebot ab.
Hutzel Vollkorn-Bäckerei (Filiale Wuppertal)
Die aus Bochum-Weitmar bekannte, dreifach vom Feinschmecker ausgezeichnete Hutzel Vollkorn-Bäckerei betreibt auch in Wuppertal-Wichlinghausen eine Filiale: Am Diek 9, 42277 Wuppertal. Bio-Vollkornbrote, Roggenbrote, Stuten, Dinkelspezialitäten – alles mit Bioland-Zertifikat und hauseigener Steinmühle aus der Bochumer Backstube. Wer Hutzel aus dem Ruhrgebiet kennt, weiß was ihn erwartet; wer neu ist, darf gespannt sein.
8. Policks Backstube – Filiale Cronenberg
Die Hauptfiliale von Policks Backstube in Wuppertal-Cronenberg (Hauptstr. 25–27) ist der größte Standort des Unternehmens und gleichzeitig Stadtteiltreff und Begegnungspunkt. Mehrere hundert Quadratmeter, Café-Bereich, sonntags geöffnet – ein echter Anziehungspunkt im bergischen Bergstadtteil, der den Laden zur sozialen Institution gemacht hat.
9. Bäckerei Myska – Backstube an der Aue (Elberfeld)
Die Backstube von Myska an der Aue in Elberfeld ist ein besonderes Erlebnis: begrüntes Dach, Kreideangebotstafeln, gläserne Backstube – hier kann man beim Croissant-Backen zusehen. Die Filiale ist Anlaufpunkt für Stammkunden, Frühstücksgäste und alle, die wissen wollen, wie ihr Brot entsteht. Die Nähe zu St. Laurentius macht den kurzen Spaziergang nach dem Einkauf zu einem kleinen Genuss.
10. Evertzberg – Filiale Heckinghauser Straße (Barmen)
Die Evertzberg-Filiale an der Heckinghauser Straße 133 in Barmen – auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle mit kostenlosem Parkplatz – ist eine der bekanntesten Anlaufstellen im nördlichen Wuppertal. Kunden frühstücken hier mit einer reichen Auswahl an belegten Brötchen und Frühstücksvariationen. Freundlicher Service, eine breite Brotauswahl – und das alles ohne einen einzigen Zusatzstoff in der Backstube.
Die Plätze 11 bis 20
Weitere Back-Highlights aus dem Tal der Wupper
FAQ: Wuppertaler Backkultur
Was ist das Besondere an der Bergischen Backkultur?
Das Bergische Land steht für eine bodenständige, handwerkliche Backkultur, die sich deutlich von industrieller Großbäckerei unterscheidet. Typisch sind lange Teigführungen, regionale Zutaten aus dem direkten Umfeld (Eiermann-Geflügelhof, Getreidebauern der Umgebung), keine Backhilfsmittel und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Policks Backstube lebt das als Obermeister der Bäcker-Innung Solingen-Wuppertal institutionell; Myska und Evertzberg verkörpern es in ihrer täglichen Produktion.
Was ist das „Lütterkuser" bei Bäckerei Myska?
Das Lütterkuser ist das Hausklassiker-Brot von Vollkornmühle & Bäckerei Myska: ein Vollkorn-Roggenbrot in drei Varianten – Natur, Sonnenblume und Haselnuss. Die Haselnuss-Variante überzeugt mit reichlich Nüssen im Teig und einem vollmundig-kernigen Aroma. Gebacken aus Getreide von Bauer Bredtmann in Velbert-Neviges, in der eigenen Mühle frisch gemahlen und mit hauseigenem Naturland-Sauerteig aufgegangen. Es ist seit Jahrzehnten einer der beliebtesten Wuppertaler Brotklassiker.
Was ist der Dinkel-Hinkel bei Policks?
Der Dinkel-Hinkel ist die Signature-Spezialität von Policks Backstube: ein Ciabatta-artiges Weißmehlgebäck aus Dinkel mit saftig-feuchter Krume und würziger Kruste. Es gibt ihn in drei Varianten: mediterran (mit Olivenöl, Salz, Pfeffer), Bärlauch-Frischkäse und Tomate-Kräuter. Ideal zum Grillen, Picknick oder Frühstück – und als überbackene Käsevariante ein echter Klassiker. Viele Kunden kommen eigens wegen des Dinkel-Hinkels in die Filiale.
Wo bekomme ich in Wuppertal sonntags frische Brötchen?
Policks Backstube in Cronenberg (Hauptstr. 25–27) hat sonntags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Die Myska-Filiale am Westfalenweg in Elberfeld ist ab 31.08.2025 sonntags wieder zugänglich – aktuelle Zeiten im Laden erfragen. Horsthemke-Filialen haben teilweise ebenfalls sonntags geöffnet. Am Wuppertaler Hauptbahnhof findet sich zudem immer eine Bäckerei, die auch am Sonntag früh öffnet.
Auszeichnung für Vollkornmühle & Bäckerei Myska
Wir haben Wuppertals Bäckereiszene analysiert und zeichnen die Vollkornmühle & Bäckerei Myska als führende Handwerksbäckerei aus – seit 1956 in Wuppertal, eigene Mühle, Naturland-Bio, dreifach vom Feinschmecker gekürt und Wirtschaftspreisträger 2008.
"Das Getreide kommt vom Bauern Bredtmann in Velbert – keine zehn Kilometer entfernt – und wird in der eigenen Mühle kurz vor dem Backen frisch gemahlen. Dreifach vom Feinschmecker gekürt, ist Myska die konsequenteste Handwerksbäckerei im Tal der Wupper."